2. Männer - Punktspiel - 3. SpT. - 19.09.20 - Radeberger SV

Radeberger SV - SG Weixdorf 6:1 (2:1)

Schmerzhafte Niederlage in der Bierstadt

Als der Schlusspfiff des 3.Punktspieles unserer Mannschaft in Radeberg erklang, wurden alle Gästespieler erlöst. Zu deutlich war die Niederlage gegen spielerisch überlegene Gastgeber.

Dabei begann es nicht so schlecht - geordnet und diszipliniert wurden dem Gegner in der ersten 15 min kaum Platz zum spielen gegeben. Doch dann der Schock - erst wurde R. Wulff mit gestrecktem Bein außer Gefecht gesetzt - Diagnose steht noch aus, auf jeden Fall musste er vom Feld. St. Wehner ersetzte ihn - jedoch kamen die Gastgeber kurzzeitig mit einem Spieler mehr zu einem Eckball - passiv verfolgten alle den Ball, der am 5 m Raum zwischen den beiden Innenverteidigern auf den Kopf des Stürmers fiel und dieser zum 1:0 traf. Als dann in der 37.min mit dem 2:0 eine Flanke nicht verhindert werden konnte und im Zentrum wieder ein Radeberger völlig blank stand, schien es schon gelaufen. Doch Comebackqualitäten haben wir und so konnte M. Cordes nur eine Minute später nach Vorarbeit von Chr. Hägner auf 1:2 verkürzen. Leider gelang es bis zum Pausentee nicht, die leichte Verwirrung der Gastgeber zu nutzen und zum Ausgleich zu kommen.

In der Pause wurden die Sinne noch mal geschärft - Ruhe und Disziplin bewahren - auf die Chance warten und dann zuschlagen war die Devise. In der 49.min dann die spielentscheidende Szene - J. Brauny wird von seinem 2 Köpfe größeren und gefühlt 30 kg schwereren Gegenspieler buchstäblich über den Haufen gerannt - warum der SR diese Szene, wo der Ball meilenweit weg war und ein Spieler mit Kopfverletzung am Boden liegt, nicht mit dem fälligen Freistoss unterbricht, sondern weiterlaufen lässt, blieb allen ein Rätsel. Auch die Gastgeber spielten trotz der klar ersichtlichen Verletzung einfach weiter - die Folge war das 3:1.

Dies brach die Moral unseres Teams und in der Folge gingen Ordnung, Disziplin und Laufbereitschaft verloren. Somit konnten die Gastgeber nach Belieben ihre individuellen Stärken ausspielen. In der 61.min verpassten wir nach einer Doppelchance von Chr. Hägner und M. Cordes den Anschlusstreffer - danach klingelte es fast im Minutentakt.

Am Ende können wir von Glück reden, das es "nur" 6 Gegentore waren - so deutlich muss man das konstatieren.

Fazit: Unser Auftritt hatte leider nur phasenweise etwas mit Stadtoberliganiveau zu tun - und das wurde hart bestraft. Jetzt gilt es, das jeder Spieler erst mal mit sich selbst ins Reine geht und nicht mit dem Finger auf den Mitspieler zeigt.